Allgemein

Off to new shores

05.30.10 | Permalink | Comment?

Lange habe ich nichts mehr gepostet, dass hatte die letzten Wochen allerdings einen guten Grund. Ich steckte nämlich in den Vorbereitungen und heute ist es soweit:

Treibgut – digitales Feuilleton Ist der neue Blog von Philipp und mir. Ich habe einfach gemerkt, dass man meistens nicht genug Stoff alleine hat um einen ganzen Blog zu füllen. Zumindest wenn man sich nicht mit kleineren Posts abgeben will.

Wer mir also folgen will, kann das ab jetzt bei Treibgut machen.

Allgemein

Islands Musik – die etwas anderen Brit-popper

05.10.10 | Permalink | 2 Comments

Erst mal, sorry an meine beiden Leser, dass ich solange nicht gepostet hab. Stress, Faulheit, Bösheit sucht euch was aus. Hauptsache ich bin zurück für den MUSIC MONDAY meinen Lieblingstag im Blog-Schedule. Heutiges Thema ist die isländische Musiklandschaft, die etwas anderen Brit-Popper.

Wer an isländische Musiker denkt, der hat zuerst natürlich Björk im Sinn und das vollkommen zurecht. Björk Guðmundsdóttir (totally a wiki-paste) ist mit Sicherheit die erfolgreichste und bekannste isländische Künstlerin. Schon 1988 veröffentlichte Björk mit ihrer damligen Band den Sugarcubes ihr erste Album “Life´s too good”. Die vorallem in den USA und den UK erfolgreichen Sugarcubes veröffentlichten insgesamt 5 Alben, im Gegensatz zu dem Stil den Björk als Solo-Star pflegte waren die Sugarcubes eine klassische Alt. Rock Band der 90er (Prove here and here). 1992 erschien dann Björks erstes Solo-Album und die illustre Karriere der isländischen Pop-Ikone begann so richtig. Eine ätherische Stimme, ein eigenwilliger Stil, der Wille zu Experimentieren und außergewöhnliche Videos zeichnen sie seitdem aus. Da ihr Björk von allen isländischen Künstlern wahrscheinlich am besten kennt, hier nur ein kurzer Text-link zu meinem Lieblingslied.

Mehr Aufmerksamkeit möchte ich in diesem Text allerdings auf andere isländische Künstler legen. Zwei Künstlerinnen die mir besonders am Herz liegen sind Hafdis Huld und Emilíana Torrini. Beide Sängerinnen sind ehemalige Mitglieder der zweiten großen Säule isländischer Musik GusGus.

Fangen wir mal mit Emilíana Torrini an, die Tochter eines Italieners und einer Isländerin wurden Islandweit mit 17 bekannt als Gewinnerin eines College-Gesangswettbewerb. Danach war sie für eine Zeit teil von GusGus und schrieb Songs für Kylie Minogue und sang bei Liedern von Thievery Corperation. International wurde sie vorallem mit ihrem Album “Love in the time of science” und “Gollums Song” aus dem LotR Soundtrack. Torrini ist zwar nicht ganz so experimentell wie Björk und kommt auf den ersten Blick wie eine normale Brit-popperin rüber. Wie alle Isländer wäre ihr das aber auf Dauer zu langweilig. Torrini besticht durch abwechlungsreiche Beats die teilweise an KT Tunestall erinneren und extravagante Themen. Bestes Beispiel dafür ist ihr an Nancy Sinatra erinnernder Ohrwurm des letzten Jahres “Jungle Drum”:

Weiteres Markenzeichen ist übrigens ihr unschuldies Lächeln^^ Desweiteren sei übrigens das etwas ältere Lied “Heartstopper” ans Herz gelegt.

Hafdis Huld und Torrini waren zwar nur ein Jahr lang Kollegen bei GusGus aber die typischen Markenzeichen Torrinis, wie Björks wie jeder isländischen Künstlerin sind auch bei ihr zu finden. Nach ihrer Zeit bei GusGus bis 1999 arbeite Huld für ein paar Songs mit FC Kahuna zusammen und veröffentlichte 2006 ihr erstes Solo-Album “Dirty Paper Cup” eins meiner absoluten Lieblingsalben. Huld die von ihrer Stimme und Statur fast noch elfenhafter/ätherischer als Björk ist spezialisiert sich auf eine unwahrscheinliche Mischung aus süssem Gesang und Melodie und teilweise unerwartet bösen Texten und kleineren elektro Einlagen. Mein Favorit ist jedoch das eher konservative “Ski Jumper”:

Hafdis Huld brachte letzes Jahr ir zweites Album raus, dass ich total verpasst habe und mir nachher in Amazon bestellen werde.

Zwei weitere tragende isländische Bands die ich euch noch vorstellen will sind die besagten GusGus und Sigur Ros. GusGus formierten sich 1995 und hatten variierende Bandzusammensetzungen vom Anfang mit 12 Mitgliedern (u.a. Torrini und Huld) bis hin zur momentanen Zusammensetzung mit nur 3 Mitgliedern. Ebenso wie Personal wechselte GusGus auch mit jedem Album Stil und Ästhetik. Mehr als nur eine Musikgruppe war GusGus ein Künstlerensemble aus dem sich auch eine gefeierte Filmmachergruppe entwickelte. GusGus benannten sich übrigens nach einem Fassbender Film. Als Beispiel möchte ich euch ein Lied aus der aktuellen längeranhaltenden Electronic Phase mitgeben.

Mit Sigur Ros habe ich mir wohl das Beste zum Schluss aufgehoben, zumindest nach Meinung der Kritiker. Die Indie Band ist einer der meist gefeierten Bands des letzten Jahrzehnts und mehrere Bestenlisten hoben die Falsetto Stimme von Sänger Jonsi Birgisson, die Fantasie Sprache Hopelandic und die durchdachten Kompositionen hoch. Allerdings sind Sigur Ros teilweise etwas schwer einzuhören und trotz der sanften Klänge nichts für nebenbei. Wer sich die Zeit nimmt, hat aber einiges davon. Hier einer ihrer Hits.

Vorschau fürs nächste mal:

Indie Folk

Musik

Music Monday: Lazy Edition

04.19.10 | Permalink | Comment?

Weil ich mich heute etwas faul fühle, gibts wenig Text und dafür viele Musikempfehlungen. Um mich nicht immer zu wiederholen gibts auch garantiert nix von ner Band die ich schon behandelt habe oder mit der ich eh jeden nerve (aka keine Arcade Fire videos^^).

Color-coded for your convenience:

Indie Pop

Emily Haines – Our Hell

Martha Wainwright – When the day is short

Indietronic

Notwist – Pick up the phone

The Kills – Rodeo town

Elektropunk

Saalschutz – Den ganzen Tag nur Saalschutz

Egotronic – Raven gegen Deutschland

Indie Pop

Indietronic

Elektropunk

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Psychologie/Wissenschaft

Die Anderen – Der Feind

04.16.10 | Permalink | 2 Comments

Random Friday

Heute möchte ich mich mal wieder mit einem etwas psychologischerem Thema beschäftigen und zwar der “Theorie der sozialen Identität” von Henri Tajfel und John Turner. Diese grundlegende Theorie der Sozialpsychologie beschäftigt sich mit einem uns wohlbekanntem Phänomen, der Diskrimination. Jeder kennt es und hat es auch schon einmal selbst erlebt. Man behandelt und bewertet Leute anhand von äußeren Merkmalen und wird von Ihnen so behandelt. Anstatt uns auf innere Werte zu konzentrieren und die Menschen kennenzulernen sind wir – scheinbar grundlos – feindselig und vorsichtig.

Ein kleines Zwischenexperiment:

Bild 1

Bild 2

Bild 2

Wie würden Sie die Frauen auf Bild 1 beschreiben? Radlerhosen, Fahradhelme, Älter? Das sind Worte die fallen würden. Und wie die Frauen in Bild 2? Machen wir uns nichts vor, eine der ersten Beschreibungen wäre “Schwarz/Farbig”. Guckt auch mal auf die Beschriftungen der Bilder und die Adressen…

Warum ist das so? Obwohl wir doch eigentlich keine Rassisten sind, nicht wahr?

Es gibt mehrere Theorien die sich speziell mit Rassismus beschäftigen, heute wollen wir aber vorallem mit die bereits erwähnte “Theorie der sozialen Identität” erläutern. Diese beschäftigt sich nicht primär mit Rassismus vielmehr geht es um die Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen und die Effekte die dies mit sich bringt.

Grob gesagt behauptet die Theorie folgendes:

In bestimmten sozialen Situationen definieren wir uns nicht über unsere Persönlichkeitsmerkmale sondern über unsere Zugehörigkeit zu sozialen (oder sonst.) Gruppen. Unsere Motivation dafür, so Turner und Tajfel, ist unser Verlangen nach einem positiven Selbstwertgefühl. Teil einer Gruppe zusein erhöht dieses Selbstwertgefühl und daher identifizieren wir uns in bestimmten Situationen mit einer Gruppe.
Wenn wir dies tun, uns also ürimär über die Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu identifizieren anstatt über unsere Persönlichkeitsfaktoren, dann ist es auch nur natürlich, dass wir andere Personen ebenfalls anhand ihrer Gruppenzugehörigkeit identifizieren. Wir machen dabei Kategorien wie Weiße, Schwarze, Gothics, Punks, Nerds, Fußballer, Student, Bensheimer, Berliner, Deutscher, Franzose etc. Wirklich wichtig sind dabei aber nur zwei Kategorien, die “Ingroup” und die “Outgroup”.
Personen die zu meiner Gruppe, also zur Ingroup gehören werden dabei von mir positiver bewertet und mit positiven Eigenschaften assoziert, die Outgroup wird abgewertet. Es ensteht typische Diskriminierung (dabei ist die Größe der Gruppe übrigens egal). Wir tun dies um unser Selbstwertgefühl zu erhöhen um uns also zu bestätigen, dass wir in der “richtigen” Gruppe sind und dass unsere Zugehörigkeit zu diesr Gruppe uns aufwertet.

Zusammengefasst werten wir also Mitglieder der Outgroup ab um uns in unserer Zugehörigkeit zur Ingroup besser zu fühlen. Darüber hinaus ist die Gruppenzugehörigkeit in den relevanten Situationen das dominierende Merkmale und bestimmte unsere Wahrnehmung der Personen. Das heißt, dass selbst ohne wertend zu sein, die dominierende Eigenschaft einer Person für uns ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe ist.

Ich habe ja schon mehrmals betont, dass dies nur in bestimmten Situationen geschieht, was sind also diese Situationen? Ein einfaches Beispiel hilft hier weiter:

Szenario A:

Auf seine Geburtstagsparty hat der Gastgeber Freunde aus der Uni, von seiner Heimat und aus seinem Fußball-Verein eingeladen. Person A die mit dem Gastgeber studiert und Person B die im Fußball-Verein ist sehen sich zum erstenmal, am Kühlschrank.

Szenario B:

Auf einer großen Party in einem beliebten Club sehen sich Person A und Person B zum ersten Mal an der Bar.

Es ist ziemlich leicht ersichtlich, dass in Szenario A die Gruppenzugehörigkeit einer größeren Rolle spielt als in B. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden Person A und B im ersten Fall nicht viel miteinander Sprechen und keinen guten ersten Eindruck voneinander haben. Im zweiten Fall dagegen sind die Karten neu gemischt, da auf dieser Party sehr viele verschiedenen Leute sind und die beiden Personen sich nciht im ersten Blick als Student vs. Fußballer identifizieren. Generell sprechen Turner und Tajfel von einer Aktivierung der sozialen Identität, wenn die Gruppenzugehörigkeit eine Rolle spielt. Diese wird vorallem dann aktiviert, wenn viele Personen der Ingroup bzw. der Outgroup anwesend sind oder wenn die Gruppenzugehörigkeit ins Bewusstsein gerückt wird.
Dies ist auch die Erklärung für das bekannte Phänomen des “Alleine ist er ja ganz nett, aber wenn man ihn mit seinen Freunden trifft…”.

Interessant ist dabei, wie willkürlich diese Gruppen sein können. Tajfel stellte 1970 das “Minimal Group Paradigma” auf, indem er erklärte, dass Gruppenzugehörigkeit bereits durch Kleinigkeiten erzeugt werden kann. In einem Experiment wurde etwa nachgewiesen, dass negative Diskriminationseffekte schon auftraten, nachdem man eine Homogene Gruppe in zwei zufällige Gruppen einteilte die zusammen eine simple Aufgabe zu erledigen hatten. Versuchspersonen bewerteten Mitglieder der anderen Gruppe wesentlich negativer als Mitglieder der eigenen Gruppe. Nochmal zur Erinnerung, diese Gruppen existierten vorher überhaupt nicht un wurden wahlos zusammengestellt und nur über eine sehr kurze Dauer an eine Aufgabe gesetzt. Noch deutlicher wird dieser Effekt bei einem Beispiel:

Stellt euch vor ihr kommt in einen Raum mit 9 anderne Leuten die ihr nicht kennt und die sich auch untereinander nicht kennen. Jemand kommt hinzu und gibt 5 Leuten ein gelbes T-Shirt und 5 Leuten ein rotes T-Shirt. Wenn man nachher die Leute in diesem Raum bittet die anderen Personen zu bewerten, werden alle Leute mit gelbem T-Shirt Leute mit rotem Shirt signifikant schlechter bewerten als die Leute mit gelben Shirts und umgekehrt. Und dabei haben diese Leute nicht einmal mit einander gesprochen oder sonst wie interagiert!

Jedoch wurde in dieser Situation von dem Versuchsleiter die soziale Identität aktiviert, indem nämlich betont wurde, dass es Leute mit rotem und mit gelbem Shirt gibt. Und wenn ich ein gelbes Shirt trage, dann müssen die mit rotem Shirt ja blöd sein, sonst wäre meine Gruppe ja nicht toll und dann wäre ich ja nicht toll!

Und bevor ihr jetzt denkt, dass dies alles nur theoretisch wäre und ihr im echten Leben ja offen und fair seit, überlegt doch mal wie ihr euch und andere Beschreibt. Und wann ihr wer seid?

Wann seid ihr etwa Frau/Mann, Student/Azubi, Fußballer/Couchpotatoe, Computerspieler/Medienverweigerer, Rock-Fan/House-Fan, Deutscher/Ausländer?

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Allgemein, Internet

Link Roll: Trailer Edition

04.15.10 | Permalink | Comment?

Es ist Mittwoch, bei euch zumindest und darum ist mal wieder Zeit für:

Link Roll

Video of the day:

Wo wir schon beim Thema-Trailer sind:

Frage des Tages:

Was ist euer Lieblingstrailer?

Übrigens:

stewart_trailer_park

Musik

Music Monday: CD-Tipps

04.12.10 | Permalink | 2 Comments

Ja,ja ich weiß ich hab den Random Friday übergangen, es tut mir oh so leid… achwas euch ists doch eh egal :P

Darum lieber ohne Umschweife zum geliebten:

Music Monday

Heute möchte ich euch zwei wunderbare Künstler und ihre CDs empfehlen, dass ganze natürlich unterlegt mit Argumenten und Videos.

Florence and the Machine – Lungs

Heutzutage erlebt man es ja nicht mehr allzu oft, dass eine Sängerin nur wegen ihre grandiosen Stimme zu Ruhm kommt. Damit diese dann auch noch selbst wunderbare Songs schreibt und einen guten Produzenten hat, müssen schon alle Sterne richtig stehen. Nun *Yeah us* denn bei “Florence and the Machine” ist alles richtig gelaufen. Die Londoner Sängerin Florence Welch brachte Mitte des letzten Jahres ihr wunderbares Debüt-Album “Lungs” heraus und die Welt dankt dafür. Welch schlägt musikalisch in die Richtung anderer englischer Sängerinnen wie Lily Allen oder besonders Kate Nash, dabei besticht sie jedoch durch ihre einzigartige Stimme und ihre (Alben-namensgebenden) Lungen. “Lungs” enthält dabei abwechlungsreiche Lieder vom etherischen, upbeat Song “rabbit heart” zur Stimmenverrenkung in “you´ve got the love”. Insgesamt überzeugt das Gesamtpaket bei “Florence and the Machine”, Stimme, Songwriting und Produktion passen und gehen ins Ohr.

Kostproben:

Und dass selbst mittelmäßige Lieder mit geiler Stimme und Soul gut klingen, beweist uns Florence mit diesem Beyonce-Cover:

MGMT – Oracular Spectacular

“Kids” kennt wahrscheinlich jeder, selbst wenn einem die Band nichts sagt so hat man diesen Song bestimmt schon zig-mal im Radio oder auf der Tanzfläche gehört und zurecht. MGMT bieten aber weit mehr als nur diesen Song. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind MGMT nämlich keine House oder Dance DJs sondern zwei New Yorker Indie Künstler. Und wie es sich für die New Yorker Indie Szene nunmal gehört, entdeckt man gerne mal alte Trends und poliert diese auf, besonders wenn es sich dabei um Mischungen aus Elektro und Rock handelt. Und so haben wir es mit “Oracular Spectacular” mit einem Elektro-Rock (oder Indietronic, suchts euch aus) Album erster Klasse zu tun. Dabei fasziniert vorallem der klare Sound den die beiden ehemaligen Studenen experimenteller Musik produzieren. Dass sich MGMT dabei nicht so genau einordnen lassen, wie ich es einige Sätze zuvor getan habe, beweist dabei die Liste ihrer Einflüsse. Von Clash, My bloody Valentine bis zu Suicide ist alles dabei. Wobei die musikalische wie auch ästhetische Ähnlichkeiten zu Elektro-Rock Pionieren Suicide am gravierensten bleibt.

Frage des Tages:

Haben MGMT so einen klaren Sound weil oder obwohl sie stoned as hell wirken?

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Allgemein, Internet

Link Roll

04.07.10 | Permalink | Comment?

Music Monday: Post Punk

Heute: Link Roll

  • Wenn ihr noch nicht hungrig seid, dann seid ihr es spätestens jetzt.
  • That explains a lot…

Video of the day:

Und of you go zu der Frage des Tages:

Wenn ihr die Welt erobert hättet, in welchem Land würdet ihr euren Hauptsitz legen?

Musik

Music Monday: Post Punk

04.05.10 | Permalink | 2 Comments

*Drommelwirbel*

MUSIC MONDAY

Als Schmankerl für den ersten Music Monday geht es heute um die Musikrichtung Post Punk, die Entwicklung von den Sex Pistols bis zu Bloc Party sowie die besten Lieder dieses Genres.

Wie der Namen ja dezent andeutet hat sich Post Punk (alias New Wave) aus dem Punk entwickelt, was jedoch musikalisch kaum noch zu hören ist.

Wir erinnern uns 1976 die Sex Pistols zeigen uns was Punk wirklich ist, laut, schnell und extrem simpel:

Ende der 70er veränderte sich langsam etwas im Punk, er war nicht Tod wie manche behaupteten aber plötzlich merklich anders.

The Clash etwa, die mit Hits wie “London Burning” und “White riot” bisweilen eher dem typischen Punk zuzuordnen waren, legten 1979 mit “London Calling” ein Album vor das Punk für immer verändern sollte. Songs wie “Revolution Rock” und “Guns of Brixton” wichen vom üblichen Punk-Schema ab.

Fast zeitgleich fiel auch zum ersten Mal der Begriff “Post Punk” in Bezug auf die New Yorker Band “Siouxsie and the Banshees”.

Einerseits sind klassische Punk Elemente immernoch enthalten, aber dennoch sind wir hier schon auf ganz anderem Grund als noch am Anfang unseres Posts. (Mein Tipp, öfter mal als Vergleich die ersten Lieder anhören). Erste Markenzeichen des “Prototypischen Post Punks” sind bereits zufinden, etwa die dunkle, getragene Gesangsmelodie, das deutlich langsamere Tempo und die ungewöhnlichen Instrumente.

Nach den ersten Erfolgen dieser neuen Musikrichtung kamen Anfang der 80er immer weitere Bands hinzu, darunter natürlich die maßgebenden “Joy Division”.

Immer markanter wurden dabei die Elemente die wir heute als typisch Post Punk ansehen, ein dominanter, einfacher Bass und der Einsatz des Synthesizers der bislang im Rock (oder in der Musik überhaupt) ignoriert wurde.

Immer weitere Bands drangen auf den Markt darunter so bekannte Namen wie “Modern English”, “The Cure”, “Gang of Four” und natürlich “Public Image Ltd”. Vorallem PIL stellten die Verbindung zum Punk nochmal sehr deutlich heraus, da der Sänger kein anderer als John Lyndon ehemals Frontman der “Sex Pistols” war.

Treibende Kraft im Post Punk war vorallem die UK und der BBC DJ John Peel, der unter anderem die legendären “Peel Sessions” veranstaltete.

Ihren musikalischen, wenn auch nicht zeitlichen, Höhepunkt fand die Post Punk Ära mit dem kurz vor seinem Selbstmord veröffentlichten Meisterwerk von Ian Curtis und “Joy Division”:

Ziemlich schnell verschob sich der Fokus der “New wave” Helden schließlich wieder auf andere Sounds und Post Punk, veränderte sich ähnlich wie zuvor Punk. Einige Bands wie “The Cure” begründeten die Gothic Subkultur, “Joy Division” transformierte sich zu “New Order” und schrieb mehr poppige Songs. Ein Großteil der Bands jedoch begründeten die ersten Einflüsse für den folgenden “Alternative Rock”.

Genau diese Einflüsse waren es, die Anfang des 21Jahrunderts zu unserem heutigen Post Punk Revival führten. Angefangen mit Bands wie Franz Ferdinand und The Strokes bekam Indie und Alternative allgemeinen einen ungeheuren Aufschwung. In diesem Fahrwasser nahmen einige Bands sowohl stylistisch als auch musikalisch wieder einige Elemente des Post Punks auf. Allen voran die “Yeah,Yeah, Yeahs” mit ihrem sehr harten, trashigem Sound der immer wieder mit Synthesizer unterlegt wird und natürlich “Bloc Party”. “Bloc Party” nahm den typischen Sound der 80er auf und modernisierte ihn mit moderner Produktion und einem Fokus auf harte, Techno ähnliche Beats.

Ob Retro oder Revival, heute mehr denn je hat man also die Auswahl wenn es um Post Punk geht:

Frage des Tages:

Wie steht ihr zum Post Punk?

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Allgemein

Random Friday: Funny Fact Friday

04.02.10 | Permalink | Comment?

Freitag, wunderbarer Freitag und heute sogar zusätzlich noch ein Feiertag. Um all das gebührend zu würdigen und den ersten Random Friday zu zelebrieren, geh ich gleich mal auf eine Idee aus den letzten Kommentaren ein:

Wusstet ihr schon

…dass es in Taiwan eine Restaurant-Kette gibt die das Essen anstatt in Tellern in Mini-Toiletten serviert?

…dass Chris Andersen im NBA All-Star Dunk Contest 2005 in der zweiten Runde seine ersten 8 Dunkversuche verpatzte?

…dass es tatsächlich die Krankheit Schlafwandelsex gibt?

…dass es in Japan Abteile nur für Frauen gibt, um sexuelle Übergriffe zu verhindern?

Ich fühl mich heute etwas faul, darum gibts zu Abschluss jetzt noch ein Video zum Thema und wie immer die Frage des Tages:

Die Frage des Tages:

Was ist euer Lieblings Funnf Fact?

Allgemein, Internet

Blog Schedule + link roll

03.30.10 | Permalink | 3 Comments

Als ich das Datum meiner letzten Blog-Posts verglichen hab, fiel es mir auf: BAM einen Monat Abstand zwischen den letzten Posts und beinah keinen Post den ganzen März. Was ist nur mit mir los? Wer nicht schreibt, hat auch keine Leser und verbraucht unnötig Webspace.

Um mir selbst einen Ansporn zu geben und die ganze Sache für euch meine zwei Leser (feeling optimistic today) interessanter zu machen:

BLOG SCHEDULE *Sound of things exploding behing you*

Die Idee ist einfach, ihr wisst was euch erwartet und wann. Von jetzt an wird es 3 Posts die Woche geben, jeden Tag mit einem anderen festen Thema:

Music Monday

Jeden Montag wird euch hier ein neuer Eintrag rund um das Thema Musik erwarten. Sei es Empfehlungen, CD-Reviews oder generellen Blödsinn zum Thema Musik. Musik-Fans sollten also aufjedenfall Montags vorbeischauen.

Mittwoch link roll

Ab nächste Woche, denn heute gibts ja schon den ersten link roll, erwartet euch Mittwochs immer ein kurzer Eintrag mit interessanten Links rund ums Web. Sei es das “Video of the day”, Links zu befreundeten Blogs oder einfach andere coole Seiten. Wer Ablenkung sucht ist Mittwochs genau richtig!

Random Friday

Wer auch gerne mal meine längeren Posts zu Filmen, Psychologie oder neuster Internet-Technik gelesen hat, der findet diese ab jetzt Freitags.

Also hoffentlich wird der Blog so noch besser und jetzt, auf in die link roll:

(weiterlesen…)

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